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![]() Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen.Woher kommt mir Hilfe?Psalm 121,1 ![]() Hebräisch, Griechisch, Latein... Da es nach dem babylonischen Exil immer mehr Juden gab, die nicht mehr in Israel wohnten und kein Hebräisch mehr konnten, fertigte man eine griechische Übersetzung an - den Griechisch sprach damals alle Welt.Die griechische Übersetzung, die sogenannte Septuaginta, zählte die Psalmen aber anders als die hebräischen Urtexte: Sie betrachtete die Psalmen 9 und 10 sowie 114 und 115 als jeweils einen einzigen Psalm und zerlegte die Psalmen 116 und 147 dafür in jeweils zwei Psalmen. Die lateinischen Übersetzungen des Alten Testaments behielten in den Psalmen die griechische Zählung bei, selbst wenn sie sich stärker am Hebräischen Text orientierten. Zurück zu den Quellen Schon vor der Reformationszeit lautete der Ruf in der Kirche: zurück zu den Quellen. Im 15. und 16. Jahrhundert begann man wieder intensiv, nach den ältesten Quellen biblischer Handschriften zu suchen. Bei ihrer Übersetzung des Alten Testaments orientierten sich Martin Luther und auch die Reformatoren der Schweiz stark am hebräischen Text und übernahmen auch dessen Zählweise der Psalmen. Mit der Bibelübersetzung Luthers und der sogenannten Zürcher Bibel wurde die ursprüngliche hebräische Zählung deshalb v.a. im deutschen Sprachraum wieder sehr bekannt.Bis heute existieren beide Zählweisen nebeneinander. Bei Psalmenvertonungen etwa wurde bis in die Neuzeit die griechisch-lateinische Zählung verwendet. Manchmal findet man aber auch eine doppelte Angabe, z.B. Psalm 23 (22) oder Psalm 22 (23). Als Faustregel gilt hier: Die höhere Zahl meint immer die hebräische Zählung.
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Wann wurde erstmals die ganze Luther-Bibel auf Deutsch gedruckt? |

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